Weinbaugeschichte
                Stein für Stein

UNESCO- Kulturdenkmal Kloster Maulbronn mit seinen Sandsteinmauern
Weinbautradition zum Schmecken.


Haben Sie schon einmal das einstige Zisterzienserkloster in Maulbronn besucht? Wenn ja, dann haben Sie sicher schon unsere Weinberg- Terrassen gesehen. Gleich hinter den Klostermauern steigt der Closterweinberg auf. Seit nunmehr 20 Jahren bewirtschaften wir diese besondere Weinberge. Der Arbeitsaufwand ist immens- aber es ist ein erhebendes Gefühl in der ehrwürdigen Anlage mit Blick auf das Kloster zu arbeiten.

Querterrassen mit Jahrhundert alter Tradition 

Die schrägen Sandsteinmauern gliedern unseren Closterweinberg in schmale Terrassen. Schon vor Jahrhunderten bewirtschafteten hier die Laienbrüder des Zisterzienserklosters von Hand die Weinberge- wie auch wir in Handarbeit den historischen Closterweinberg bewirtschaften. Nach dem Motto Klasse statt Masse setzen wir auch hier auf umweltschonenden und naturnahen Weinbau.

Die geniale Konstruktion der Mönche

Im 12. Jahrhundert bauten hier die Zisterzienser ihren ersten Wein aus. Mit den kunstvoll angelegten Sandsteinterrassen und einer ausgeklügelten Wasserabführung gelang es ihnen einen Wein von hervorragender Güte anzubauen. Diese Weinberge der Mönche sind auch nach 800 Jahren eine geniale Konstruktion. Mit Sandsteinen abgestützt sind die Terrassen zur Ostseite abfallend. Dadurch kann die Morgensonne die Reben abtrocknen. Tagsüber wird die Sonnenwärme in den Mauern gespeichert um sie in der Nacht an die Reben abzugeben.

Der ganze Abhang ist in lauter schiefe Terrassen angelegt  welche durch die mächtigen Mauern getragen werde. Diese schiefen lang auslaufenden Terrassen laufen alle von oben auf einen Hauptweg herab. 

Weinlese mit den Butten

Schlepper und Großgeräte können hier nicht fahren. Für die Arbeit im Weinberg und die spätere Weinlese kommen, wie seit Jahrhunderten, Körpereinsatz und Butten zum Einsatz. Für die Weinlese braucht es starke Menschen. Eine volle Butte wiegt an die 50 Kg und muss auf dem Rücken über die sehr schmalen Sandsteintreppen getragen werden. Und das viele dutzentmal an einem Lesetag.

Die Auferstehung des Closterweinberg

In der Zeit nach der Bewirtschaftung durch die Zisterzienser Mönche übernahmen private Winzer den Weinanbau am Closterweinberg. Um 1920 jedoch fand der Weinbau am Closterweinberg sein Ende und wurde zur Wildnis aus Brombeeren und Schwarzdorn. Von den mächtigen Sandsteinmauern war kaum noch etwas sichtbar. Ende der 90er Jahre haben wir uns dem Weinberg angenommen und ihn aus seinem Dornröschenschlaf erweckt. Es begannen intensive Rodungsarbeiten- teilweise mussten auch einige Mauern ausgebessert werden. Im April 1999 war es dann soweit. Es wurde mit der Bestockung begonnen.
Heute bewirtschaften wir als alleinige Pächter die gesamte Weinbaufläche der Zisterziensermönche. Mit intensiver Handarbeit pflegen wir dieses Kulturgut. Das Ergebnis dieser Mühe können Sie im Glas schmecken.
Weinbautradition zum schmecken.

Weinführungen am Closterweinberg

Die Staatlichen Schlösser und Gärten bieten in Zusammenarbeit mit uns Führungen und Weinproben am Closterweinberg an. Wir begleiten Sie durch den historischen Weinberg und wandern mit Ihnen auf den Sandsteinstaffeln der Mönche. Mit Blick auf das Kloster verkosten wir im Weinberg was dort gewachsen ist. Gerne Können Sie die Führungen über das Kloster Maulbronn- oder bei entsprechender Gruppengröße - auch über uns buchen.

Als Besucher des Klosters haben Sie die Möglichkeit im Shop der Klosterverwaltung die Weine als Mitbringsel oder zum eigenen Genuss zu erwerben. Gerne können Sie die Weine auch in unserem Online- Shop bestellen.